Neben dem Programm Color gibt es in der neuen Version von Final Cut Studio 2 viele kleinere und größere Neuerungen. Beim genauen hinsehen waren diese allerdings nicht immer neu und innovativ. Vielmehr merkte man plötzlich was alles in dem Paket noch nicht enthalten war, was bei vergleichbaren Produkten wie dem Adobe Production Studio Premium (jetzt neu: CS3 Production Premium) schon lange Standard ist. Dazu gehören die hier abgebildete Spektrum Audiodarstellung (in Soundtrack Pro), aber auch die Möglichkeit, Videofilter in Abhängigkeit vom Audiolevel zu setzen (in Motion) oder das Prinzip einer offenen Timeline.
Apple: Fazit
Gerade die Einschränkungen der Time beim Arbeiten in Final Cut was das Mischen von verschiedenen Formaten anging, war ein sehr großes Manko, was nun mit der neuen Version ausgeräumt wird. Zwar auch nicht in allen Bereichen, denn zum Teil muss durchaus noch umtranscodiert werden, allerdings hat man dazu nun endlich einen leistungsfähigen Intermedia codec herausgebracht, den Apple ProRes 422, der dann immerhin mit einer schnellen Bearbeitungszeit die Transcodierzeit wieder wettmacht. Alles Punkte, die es im PC Bereich schon länger gibt, aber man kann sagen dass Apple sich immerhin nicht nur um Sexy-Funktionen sondern auch verstärkt um die Probleme des kreativen Arbeiten kümmert. Alles in allem also ein gelungener Start für das neue Paket, das vor allem die bereits bestehende Anhängerschaft begeistern wird.
Adobe kündigt nicht nur neue CS3 Produkte an
Auch Adobe hatte ja erst vor kurzem, am 27. März 2007, die neuen CS3 Versionen angekündigt. Entsprechend groß war auch hier der Informationsbedarf. Zudem wurden im Rahmen der Messe gleich noch weitere Ankündigungen gemacht:
1. Adobe Premiere Pro CS3 und After Effects CS3 gibt es als Public Beta, d.h. jeder kann nun die Software testen (Link).
2. Adobe bringt einen eigenen Media Player heraus (Microsoft hat im Gegenzug eine Alternative zum Flash-Player angekündigt.)
3. Man wird die Avid Open Storage Initiative unterstützen (folglich können AVID Media Server Systeme auch von Adobe genutzt werden, was die Zusammenarbeit bei Sendern und größeren Medienunternehmen zu gute kommt).
4. BBC hat große Mengen der Adobe Production Studio Software lizenziert und arbeitet bevorzugt damit.
5. Man wird mit anderen Herstellern stärker zusammenarbeiten um Beschleunigungen für das Flash Video Format zu erreichen. Bislang sind die Renderzeiten ja noch der einzige Nachteil dieses sonst so fantastischen Formats (weil kompatibel und stark komprimiert).
Adobe Stand
Adobe Anwender hatten die Möglichkeit sich in dem "Adobe Theater" und an zahlreichen Einzelnen Arbeitsplätzen zu informieren. Diese Aufteilung ist eigentlich typisch für die Messe und wird bei vielen Herstellern so eingesetzt. Beide Bereiche sind ausschließlich von erstklassigen Fachleuten besetzt (manchmal sogar Produktentwicklern), so dass man hier wirklich Antworten auf alle Fragen bekommt - und wenn nicht hier, dann wohl überhaupt nicht.
Adobe CS3 - Video auch für den Mac
Einer dieser Fachleute ist Gerhard Koren, der als Adobe Promotor (etwa von unseren Digitalschnittmessen) und als Autor von Büchern und Lernkurs-DVDs ja vor allem im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist. Er zeigt hier Adobe Premiere Pro CS3 auf dem Mac. Adobe hat sich ja nun auch wieder der Apple Unterstützung angenommen und bietet erstmals wieder das gesammte Videopaket auch für den Mac an.
Navigation durch die NAB 2007 Zusammenfassung von www.digitalschnitt.de